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Allgemeine Informationen
Substanz-Informationen
     
Substanz
Kokain (Benzoylecgoninmethylester) wird aus den Blättern des südamerikanischen Kokastrauches (Erythroxylon coca) gewonnen.
Erscheinungsform: weisses oder gelbliches, kristallines, bitter schmeckendes Pulver oder Stein. Kokain ist häufig mit Medikamenten gestreckt (siehe «Verkauft als ...»).
Konsumformen: Kokain wird in der Regel geschnupft, kann aber auch geraucht (Crack/Freebase) oder gespritzt werden. Kokablätter werden gekaut, wirken aber nur in Verbindung mit einer basischen Substanz (z.B. Kalk) oder als Tee.
Dosierung: mittlere Dosis geschnupft: 50100 mg, bei Dauer-User/-innen bis zu 300 mg; geraucht: 50350 mg; gespritzt: 70150 mg.
Wirkung
Unterdrückung von Müdigkeit, Hunger und Durst. Euphorie, Gefühl erhöhter Leistungsfähigkeit, stark gesteigertes Selbstvertrauen, Bewegungsdrang, Unruhe, Redseligkeit, Wegfall von Hemmungen und Ängsten, erhöhte Risikobereitschaft, Abnahme der Kritik- und Urteilsfähigkeit. Beim Runterkommen: Erschöpfung, depressive Verstimmungen, Gereiztheit, Angstgefühle und ein starker Drang zur Wiedereinnahme («Craving»).
Wirkungseintritt: geschnupft nach 23 Min., geraucht oder gespritzt schon nach einigen Sekunden.
Wirkdauer: geschnupft 3090 Min., geraucht oder gespritzt 520 Min.
Risiken und Nebenwirkungen
Schlafstörungen, Gereiztheit, Aggressivität, Angst- und Wahnzustände, Depression, Gedächtnis-/Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität; nervöse Zuckungen und stereotype Bewegungen, Muskelkrämpfe und
Muskelzittern, Nervenschädigungen, Verengung der Blutgefässe, Anstieg der Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck. Bluthochdruckkrisen, im Extremfall Herzinfarkt oder Hirnschlag bei Überdosis (für Ungewöhnte 34 mg pro kg Körpergewicht). Leberschädigend durch den Abbau der Toxine und Gefahr von Nierenschäden durch Streckmittel (siehe «Verkauft als...»). Beim Rauchen von Freebase und Crack sind durch die Ablagerung von Verbrennungsrückständen (Ascheresten) Schädigungen der Lunge und der Atemwege möglich. Beim gleichzeitigen Konsum von Kokain und Alkohol entsteht die toxische Substanz Cocaethylen; sie verstärkt die schädlichen Nebenwirkungen, vor allem das Herz wird zusätzlich belastet.
Langzeitrisiken: Bei chronischem Konsum: Abhängigkeit mit psychischen Symptomen, «Craving» (unwiderstehliche und unkontrollierbare Lust auf Konsum), Angststörungen, Persönlichkeitsveränderung, Depression, Kokainpsychose mit paranoiden Wahnzuständen und Halluzinationen, Veränderung der Denkabläufe, bleibende Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der intellektuellen Fähigkeiten; nervöse Zuckungen, Krampfanfälle, andauernder Bluthochdruck, Veränderungen der Bewegungsabläufe, chronische, nur schwer heilende Entzündungen und Schäden der Nasenschleimhaut und Nasenscheidewand, Schäden an Herz, Leber, Nieren, Lunge, Haut, Blutgefässen und Zähnen, Schwächung des Immunsystems.
Safer Use
• Achtung, grosse Abhängigkeitsgefahr! Lege Konsumpausen ein, auch (vor allem!) wenn es dir schwerfällt.
• Ritualisiere deinen Konsum. Nimm Kokain nur zu besonderen Gelegenheiten.
• Dosiere niedrig und vermeide häufiges Nachlegen!
• Trinke immer genug (keinen Alkohol!) und sorge für frische Luft.
• Iss vor und nach dem Konsum gut und gesund und konsumiere nicht auf leeren Magen.
• Beachte die Safer-Sniffing- und Safer-Sex-Regeln.
• Schnupfen ist die risikoärmste Konsumform. Das Rauchen von Crack und Freebase sowie das Spritzen potenziert die Risiken.
• Personen mit Vorerkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems, Asthma, Erkrankungen der Leber und mit Schilddrüsenüberfunktion sollten kein Kokain konsumieren.
• Epileptiker/innen sollten auf Kokain verzichten (Gefahr von Krämpfen).
• Kombiniere Kokain nicht mit blutdruckerhöhenden Medikamenten.
• Konsumiere kein Kokain, wenn du Ecstasy konsumiert hast, die Ecstasywirkung wird dadurch aufgehoben.
• Mische Kokain nicht mit Alkohol - die Mischung macht aggressiv und du riskierst eine Alkoholvergiftung!
Mischkonsum
2C-B • 2C-I
Alkohol
Cannabis
DMT
DOM • DOI • DOB
Ecstasy
Ephedrin • Koffein
GHB • GBL
Heroin
Ketamin
Kokain
Lachgas • Poppers
LSD
MDA • MDEA • MBDB
Medikamente
Meskalin
Methamphetamin
Methcathinon
Nachtschattendrogen
Psilocybin
Speed
Tabak (Nikotin)
Research Chemicals
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