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Allgemeine Informationen
Substanz-Informationen
     
Substanz
Ketamin (Ketaminhydrochlorid) ist ein Narkosemittel.
Erscheinungsformen: flüssig als Lösung oder als weisses, kristallines Pulver.
Konsumformen: Ketamin wird geschnupft, geschluckt oder gespritzt (intramuskulär oder intravenös).
Dosierung: 50200 mg geschnupft, 250400 mg geschluckt, 70150 mg intramuskulär gespritzt.
Wirkung
Es kann zu einer bruchstückhaften Auflösung der Umwelt und des Körperempfindens kommen, Gedanken können abreissen, Gefühle der Schwerelosigkeit oder des Schwebens können auftauchen. Sinneswahrnehmungen und Raum-Zeit-Empfinden verändern sich. Bei höheren Dosierungen kann es zur Loslösung vom eigenen Körper und/oder zur Ich-Auflösung oder Verschmelzung mit der Umgebung kommen. Nach dem Trip: Benommenheit, Erinnerung an das Erlebte ist oft nur teilweise möglich.
Wirkungseintritt: geschnupft nach 510 Min., geschluckt nach 1520 Min., intramuskulär gespritzt innerhalb von 25 Min.
Wirkdauer: je nach Dosis und Konsumform 30 Min. bis 3 Std.
Risiken und Nebenwirkungen
Bewegung und Kommunikation können stark eingeschränkt werden. Partielle oder vollständige Schmerzunempfindlichkeit,
Koordinationsstörungen, eingeschränkte Beweglichkeit, Schwächeempfinden, Kommunikationsstörungen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, unkoordinierte Muskelbewegungen, Schwindel, verwaschene Sprache, erhöhter Puls und Blutdruck sowie Herzrhythmusstörungen. Bei hohen Dosen Muskelsteifheit, Lähmungserscheinungen und Narkose, bei sehr hohen Dosen epileptische Anfälle und Koma. Ketamin belastet das Herz-Kreislaufsystem. Ein Ketamin-Trip kann psychisch sehr belastend sein. Viele Ketamin-User/innen berichten von Nahtoderfahrungen, Alptraum-Halluzinationen, Tunnel-Visionen, Blackouts und kurzen Phasen von Gedächtnisverlust. Nach mehrmaligem Konsum innerhalb kurzer Zeit lässt die Ketaminwirkung beträchtlich nach, und es bildet sich eine Toleranz aus.
Langzeitrisiken: Ketamin kann Abhängigkeit mit psychischen Symptomen verursachen; chronischer Gebrauch schädigt die Leber und Niere und kann zu depressiven Verstimmungen und Ängstlichkeit führen. Man vermutet, dass Ketamin schon in geringen Dosen Funktionsstörungen in Gebieten des Gehirns auslösen kann, die für Gedächtnis, Lernen und Wahrnehmung verantwortlich sind. Je öfter es konsumiert wird und je grösser die einzelnen Dosen sind, desto bedenklicher werden diese Störungen.
Safer Use
• Ketamin ist keine Partydroge! Nimm Ketamin nicht allein und achte auf eine möglichst vertraute und angenehme Umgebung. Plane genügend Zeit ein, um danach den Trip in Ruhe verarbeiten zu können.
• Dosiere vorsichtig und nimm Ketamin nicht auf vollen Magen.
• Lege regelmässig Konsumpausen ein.
• Du brauchst einen Platz zum Sitzen oder Liegen, denn bei hoher Dosierung ist die Gefahr gross, zusammenzusacken oder in Ohnmacht zu fallen.
• Wegen der Schmerzunempfindlichkeit kannst du dich verletzen, ohne es zu bemerken.
• Verzichte auf Mischkonsum. Bei Kombination mit Alkohol, Benzodiazepinen oder Opiaten besteht Gefahr von Atemstillstand! Die Mischung mit Uppers (z.B. Kokain) kann zu Kreislaufproblemen, Steigerung der Herzfrequenz und Kurzatmigkeit führen.
• Personen mit Herz-Kreislaufbeschwerden, Bluthochdruck oder Grünem Star sollten auf den Konsum von Ketamin unbedingt verzichten!
Mischkonsum
2C-B • 2C-I
Alkohol
Cannabis
DMT
DOM • DOI • DOB
Ecstasy
Ephedrin • Koffein
GHB • GBL
Heroin
Ketamin
Kokain
Lachgas • Poppers
LSD
MDA • MDEA • MBDB
Medikamente
Meskalin
Methamphetamin
Methcathinon
Nachtschattendrogen
Psilocybin
Speed
Tabak (Nikotin)
Research Chemicals
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