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Substanz-Informationen
     
Substanz
Heroin (chemische Bezeichnung: Diacetylmorphin) ist eine halbsynthetische Substanz, gehört zur Gruppe der Opioide und wird aus Rohopium hergestellt, einer Substanz, die aus dem Schlafmohn gewonnen wird.
Erscheinungsformen: weisses, cremefarbenes, graues oder bräunliches Pulver.
Konsumformen: Heroin wird meist gespritzt, seltener geraucht (Mitte der 90er Jahre kam das Folienrauchen in Mode) oder geschnupft. Das Mischen von Heroin mit Kokain wird als Speedball bezeichnet.
Dosierung: Die Dosis ist von der individuellen Toleranz gegenüber Heroin abhängig, vor allem von dessen Reinheitsgrad. Die tödliche Dosis liegt bei nichttoleranten Menschen bei ca. 60 mg!
Wirkung
Schmerzlindernd, ausgleichend-beruhigend, angstlösend und euphorisierend. Dem euphorischen «Flash» zu Beginn folgt ein Zustand des Wohlbefindens und ein Gefühl der Gleichgültigkeit, Gelassenheit, Unbeschwertheit und Selbstzufriedenheit.
Wirkungseintritt: gespritzt und geraucht nach wenigen Sekunden, geschnupft nach einigen Minuten.
Wirkdauer: 25 Std., abhängig von der Dosis und der Qualität des Stoffs.
Risiken und Nebenwirkungen
Verlangsamung der Atmung, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, Blutdruckabfall, Pulsverlangsamung, Pupillenverengung und
Harnverhaltung können auftreten. Weitere Nebenwirkungen bei regelmässigem Konsum von Heroin: Verwirrung, Desorientierung, Erinnerungslücken, undeutliche und verwaschene Sprache sowie Koordinationsstörungen, extreme Verstopfung, Verringerung der sexuellen Lust und eine potenziell lebensbedrohliche Reduktion der Atemfrequenz auf 24 Atemzüge pro Minute (durch die Dämpfung des Husten- und Atemzentrums). Hohe Dosen Heroin können tödlich sein, falls nicht sofort ärztliche Hilfe geholt wird!
Langzeitrisiken: Die Gefahr einer Abhängigkeit mit psychischen und körperlichen Symptomen ist gross. Sobald sich eine Toleranz entwickelt hat und dem Körper nicht die benötigte Substanzmenge zugeführt wird, treten 812 Stunden nach der letzten Heroineinnahme körperliche Entzugserscheinungen ein. Entzugssymptome sind Schweissausbrüche und Kälteschauer, Augen- und Nasenrinnen, Erbrechen, Durchfall, Unruhe, Gereiztheit, Schwäche, Angst, depressive Zustände, schmerzhafte Krämpfe, Schlaflosigkeit und seltener auch Halluzinationen, psychotische Phasen und Krampfanfälle.
Spezifische Risiken nach Konsumform
Sniffen: Schädigung der Nasenscheidewände und Schleimhäute. Gefahr von Hepatitis C-Ansteckungen.
Rauchen: Schädigung von Bronchien und Lunge (die Lunge verklebt bei täglichem Konsum).
Spritzen: Venenentzündungen und Gefahr von Infektionskrank-heiten (Hepatitis C, HIV/AIDS, Pilze). Durch die Verunreinigungen im Heroin können Organschädigungen auftreten.
Safer Use
• Verwende immer eigenes, sauberes und neues Spritzbesteck (Nadeln, Filter, Löffel).
• Beachte beim Sniffen die Safer-Sniffing-Regeln.
• Vermeide den Mischkonsum mit anderen Substanzen, da sonst die Wirkung unkalkulierbar wird und die Risiken steigen. Beachte, dass die Kombination mit anderen Downern (z.B. Benzodiazepinen) zu einem Atemstillstand führen kann! Überdosierung ist nach längeren Phasen des Nicht-Konsums und bei extrem «reinem Stoff» besonders hoch.
• Konsumiere in ruhiger Umgebung und nicht alleine.

Methadon: Das Medikament Methadon ist ein synthetisches Opioid und wird als Substitutionsmittel bei Heroinabhängigkeit verwendet. Bei User/innen, die Opiate nicht gewöhnt sind, kann der Konsum von Methadon schon in geringen Mengen lebensgefährlich sein (schwere Atemdepression, Erstickungsgefahr).
Mischkonsum
2C-B • 2C-I
Alkohol
Cannabis
DMT
DOM • DOI • DOB
Ecstasy
Ephedrin • Koffein
GHB • GBL
Heroin
Ketamin
Kokain
Lachgas • Poppers
LSD
MDA • MDEA • MBDB
Medikamente
Meskalin
Methamphetamin
Methcathinon
Nachtschattendrogen
Psilocybin
Speed
Tabak (Nikotin)
Research Chemicals
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